Geschichte des Theaters

geschichte-zusammenfassung1903 gründete Michael Dengg die Tegernseer Bauernbühne, und stellte den damals noch unbekannten „Kiempauli“ als festen Musiker und Kassier an, der dort bereits seine ersten kleineren Rollen übernahm.

Kiem bleibt als Musiker am Tegernsee und lernt dort Ludwig Thoma kennen, der ihm Weihnachten 1919 das “Raspelwerk” von Karl Mautner, eine umfangreiche Sammlung österreichischer Volkslieder, schenkte. Dies ist der Auslöser, der Kiem dazu brachte, bisher nur mündlich weitergegebene bayrische Volksmusik zu sammeln und so zu dem wichtigsten Volksliedersammler im südlichen Oberbayern seiner Zeit zu werden. Ludwig Thoma († 1921) gilt als einer der bekanntesten bayrischen Mundartdichter und schreibt für Michl Dengg eigenes den Einackter „Erste Klasse“, der 1910 in Egern uraufgeführt wurde. 1908 bezog er sein Haus „auf der Tuften“ in Tegernsee, das man heute noch besichtigen kann. Im Jahre 1933 übernahmen die Brüder Bertl und Maxl Schultes die Bühne, die seitdem den Namen Ganghofer-Thoma Bühne trug. 1953 wurde dann von Hans Dengel die „Dengel-Bühne“ aus den Resten der alten „Thoma-Bühne“ der Schultes Brüder als eigenes Unternehmen gegründet, das seit 1965 den Namen „Ludwig-Thoma-Bühne“ tragen darf. In der Anfangszeit spielte die Bühne im Hotel Überfahrt, wechselte dann in den alten Gemeindesaal und seit 1983 spielt sie im heutigen „Kur- und Kongress-Saal“. Neben des Engagements in Rottach-Egern ging die Bühne seit 1957 ganzjährig im gesamten Bundesgebiet auf Tournee und so entwickelte sich ein angesehenes und florierendes Unternehmen. Aufgrund der guten Qualität wurde dem Theater in den 70- iger Jahren das Prädikat „künstlerisch hochstehend“ verliehen. Die Heimatbühne stand lange Zeit in Rottach-Egern unter der Leitung von Annemarie Wunschel, bevor Michael Janiczek, der Sohn von Walter Dengel seit 2002 die weiteren Geschicke der Bühne lenkte.